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Inflationsausgleich nachhaltig gestalten

Inflation – wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden jetzt nachhaltig unterstützen können und welche Zuschüsse der Staat gewährt

von Susanna Mur, Geschäftsführerin guud GmbH

Im Oktober stieg die Inflation in Deutschland erneut – auf mittlerweile über 10%.1 Dies bedeutet substantiell höhere Lebenshaltungskosten für uns alle. Viele Arbeitgeber:innen möchten ihre Mitarbeitenden dabei unterstützen. Wir erklären, welche Möglichkeiten es hierfür abseits einer klassischen Gehaltserhöhung gibt und wie der Staat Unternehmen unterstützt.

Mehr Gehalt im nächsten Jahr

Mit Q4 stehen auch in vielen Firmen die Gehaltsverhandlungen für das nächste Jahr an. Aufgrund der Inflationsraten von aktuell 10.5% in Deutschland erwarten viele Mitarbeiter:innen auch eine entsprechende Anpassung der Entlohnung. Und das ist nicht nur dieses Jahr relevant: Expert:innen vom ifo erwarten auch für 2023 weltweit eine Inflationsrate von 6,2%.2

Arbeitnehmer:in haben von rechtswegen keinen Anspruch auf eine Gehaltserhöhung als Inflationsausgleich durch ihr Unternehmen. In Deutschland arbeitet die Bundesregierung aktuell jedoch ein Inflationsausgleichsgesetz, das den Steuerzahler:innen finanziell unter die Arme greifen soll. Inflationsbedingte Mehrbelastungen sollen durch das neue Gesetz ausgeglichen werden, indem die Steuerlast an die Inflation angepasst wird. Der steuerliche Grundfreibetrag soll laut dem Entwurf ab 2023 höher angesetzt werden. Das bedeutet ganz konkret, dass Steuerzahler:innen weniger Lohnsteuer zahlen müssen. Generell müssen Gehaltserhöhungen allerdings natürlich mit dem allgemeinen Steuersatz versteuert werden, was bedeutet, dass sie nie zu 100% bei den Arbeitnehmer:innen ankommen. Daher sind alternative Unterstützungsleistungen beliebt, die geringer besteuert oder sogar steuerfrei sind.

Viele Unternehmen setzen auf alternative Unterstützungsleistungen

Abseits der klassischen Gehaltserhöhung gibt es viele weitere Unterstützungsangebote, die deutsche Unternehmen laut einer Studie der Personalberatung Randstad3 auch nutzen. So haben über 50% der Unternehmen im 2. Quartal 2022 mindestens eine Maßnahme ergriffen. Hauptsächlich wurde hier der Fokus auf Entlastung bei hohen Energie- und Treibstoffpreisen gelegt. So bieten beispielsweise fast ⅓ der Unternehmen ihren Mitarbeitenden Tankgutscheine an, ⅕ gewährt einen Fahrtkostenzuschuss und immerhin 18% setzen auf das umweltfreundlichere Jobticket.

Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Personalpolitik
Mit diesen Maßnahmen unterstützen Unternehmen ihre Mitarbeitenden
Quelle: ranstad-ifo-Personalleiterbefragung Q2 2022
Grafik: guud in Anlehnung an ranstad Deutschland

Was ist wirklich vorteilhaft für Mitarbeiter:innen?

Tankgutscheine sind aber nicht für alle relevant – was ist beispielsweise mit Mitarbeiter:innen, die städtisch wohnen und gar kein Auto besitzen? Carolin Herbst,  HR Group Direktorin von Randstad Deutschland, plädiert hier für flexible Lösungen: “Die Unterstützung muss zur individuellen Situation der Mitarbeitenden passen.“ Doch für alle eine individuelle Lösung zu finden, ist administrativ sehr aufwändig. Daher sind flexible Unterstützungsleistungen wie beispielsweise der steuerfreie Sachbezug sehr beliebt. Damit können Arbeitgeber:innen ihren Mitarbeitenden bis zu 50 Euro im Monat steuer- und sozialabgabenfrei zusätzlich zum Gehalt gewähren. Die Einsatzmöglichkeiten sind hier sehr flexibel, aber die Auszahlung des Guthabens muss dabei speziellen steuerrechtlichen Anforderungen entsprechen. Was hier seit Anfang 2022 zu beachten ist, lässt sich in unserem Blogartikel nachlesen.

Und was ist relevant für unsere Umwelt?

Bei den akuten Herausforderungen wie gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen sollte zudem eines nicht vergessen werden: Wir stehen gerade auch inmitten einer Klimakrise. Sinnhafter als individuellen Autoverkehr zu bezuschussen sind hier Unterstützungsangebote wie ÖPNV-Zuschüsse oder auch Homeoffice-Angebote. Mit GuudCard bieten wir eine Lösung an, mit der alltäglicher nachhaltiger Konsum für Mitarbeitende einfach über Sachzuwendungen bezuschusst werden kann. Von Lebensmitteln und Kleidung über Fahrräder und Bücher bis hin zu Gastronomie und sogar ÖPNV – mit der GuudCard können Mitarbeiter:innen nachhaltige Optionen in allen Lebensbereichen bezahlen. Damit ist die GuudCard für alle relevant – im Gegensatz zu Tankgutscheinen, Firmenfitness oder Jobticket.

Wie entlastet der Staat Unternehmen?

Auch der Staat erkennt die schwierige Lage für Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen und hat in 2022 mehrere Unterstützungsprogramme gestartet:

Tankrabatt: Bezuschussung zu den Benzinkosten – diese stand (unserer Meinung nach zurecht) in großer Kritik, da die Steuerbefreiungen hauptsächlich Ölkonzernen und Autofahrern zugutekamen

9-Euro-Ticket: Für 9 Euro im Monat quer durch Deutschland – das begünstigte Ticket war ein voller Erfolg. Mit dem 49-Euro-Ticket bzw. Deutschlandticket ist in 2023 ein Nachfolger geplant

Energiepauschale: Alle einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen erhielten im September 300 Euro, um die gestiegenen Energiekosten zu stemmen. 

Inflationsausgleichsprämie: Bis zu 3.000 Euro stehen Arbeitgeber:innen zur Verfügung, um ihre Mitarbeitenden steuerfrei zu unterstützen. Die Inflationsprämie ist freiwillig und kann sowohl als Zuschuss oder als Sachbezug gewährt werden. Sie kann in mehreren Teilzahlungen ausbezahlt werden.

Nachhaltiger Inflationsausgleich 

Fast 60% der Arbeitnehmer:innen erwarten laut einer Studie des Beratungsunternehmens Kienbaum eine Inflationsausgleichszahlung von ihren Arbeitgeber:innen.4 Wollt ihr die Inflationsausgleichsprämie nicht nur in eure Mitarbeitenden, sondern auch in unsere Umwelt investieren? Anstatt die Prämie direkt auf das Gehaltskonto der Mitarbeitenden auszuzahlen, kann sie auch auf Sachbezugskarten wie die GuudCard geladen werden. Das hat gleich mehrere Vorteile:

  • Die 3.000 Euro werden so in nachhaltige Entwicklung investiert, was auch eine hervorragende ESG-Maßnahme ist
  • Bei jedem Bezahlvorgang kommt der Bonus-Effekt wieder zur Geltung, im Gegensatz zum einmaligen Aufscheinen auf dem Kontoauszug
  • Mit der GuudCard unterstützt ihr eure Mitarbeitenden bei den alltäglich anfallenden Kosten – von Mobilität über Lebensmittel bis hin zu Freizeitangeboten.
Womit kann ich die GuudCard beladen?
-50 € im Monat steuerfreier Sachbezug
-3.000 €  Inflationsaus-gleichsprämie (auszahlbar bis Ende 2024)
-60 € drei Mal im Jahr steuerfreier Sachbezug zu besonderen Anlässen
-10.000 € 
im Jahr pauschal-versteuert 
(mit 30 %)
Grafik: guud

Also: Falls ihr schon länger darüber nachdenkt, Benefits einzuführen oder auszubauen – jetzt ist die perfekte Zeit, um Mitarbeitende mit Sachbezügen bei den täglichen Ausgaben zu unterstützen. Und mit GuudCard dabei auch noch die Klimakrise nicht außer Acht zu lassen. Glückliche Mitarbeitende, glücklicher Planet, glückliches Unternehmen!


1https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/_inhalt.html

2https://www.ifo.de/pressemitteilung/2022-07-14/volkswirte-erwarten-weltweit-hohe-inflation-fuer-die-naechsten-jahre#:~:text=Auch%20f%C3%BCr%20die%20kommenden%20Jahre,Prozent%20und%204%2C5%20Prozent.

3https://www.randstad.de/ueber-randstad/presse/personalmanagement/inflationsfolgen-unternehmen-unterstuetzen-beschaeftigte/

4https://nachrichten.handelsblatt.com/3e8003d8d27ad6337ae509b2f426ea26083da014b9be5930230e3cf5774a07f91fe07363bee4148753fde8fe507fd351028776418?utm_source=app

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